Zwölfter Dezember – Erwarte stets das Unerwartete

Als ich an diesem zwölften Dezember nach einer unruhigen Nacht erwachte, die ich im Trailer von Peg Leg Thunder verbrachte, fühlte sich alles ganz und gar seltsam an. Ich ging aus dem Trailer langsam voran und um mich herum war die Welt bizarr verträumt, was hatte ich im Suff da alles versäumt?

Mensch, der Rum unseres Kapitäns haute ganz schön rein, ist heute vielleicht mehr Schein als sein?

Ich sah mich in der neuen Welt gut um – und wünschte mir etwas mehr von dem Rum, denn dem Dezember fehlte gänzlich der Schnee und auf meine Hand setzte sich eine … Fee?

„Wer bist du?“, fragte ich und besah sie mir genauer, aber dadurch wurd‘ ich auch nicht wirklich schlauer. 

„Ich bin die kleine Schwester von Tinkerbell, Sarina schickt mich!“, rief sie, „du musst schnell mit mir kommen.“, sie flatterte davon und ich habe sofort die Beine in die Hand genommen.

Sie führte mich zu einem verwunschenen Brunnen, hatte daraus nicht gerade jemand gesungen?

Hannes, bitte, du musst ihr helfen“, rief die Stimme aus dem Dunkeln, „Folge den Feen und auch den Elfen!“, als ich hineinsah, sah ich rote Augen funkeln. 

„Sarina ist in großer Gefahr, auf zum Hafen und mach die Angry Shark seeklar.“, so folgte ich den Flügeln der Elfe geschwind und ließ die Angry Shark segeln im lauwarmen Seewind.

Laut meiner Begleiterin der kleinen Elfe sollten wir Kurs halten auf die geheimnisvolle Insel, ins Meer gemalt so zauberhaft mit einem Pinsel. 

Dort wird Sarina gefangen gehalten, entführt! Und vom Polizeiinspektor werden die Beweise für einen Bankraub zusammengeführt. 

Sarina und eine Bankräuberin? Nie im Leben! Für ihre Unschuld würde ich meine letzten Dublonen hergeben!

Da kommt aus der Kajüte unser Kapitän Peg Leg Thunder, bei dem Alkoholpegel wähnte ich ihn schon Six Feet Under …

„Was ist denn hier los, mein Schiff, es nimmt Kurs ins Verderben! Ist das ein Scherz, ich wollte heute eigentlich noch nicht sterben!“

„Sarina wird immer noch von der Polizei verhört, da stimmt irgendwas nicht. Mit dem Prospero war etwas faul, in jederlei Hinsicht. Wir müssen sie holen, denn ohne unser Orakel wird unsere Show ganz schnell ein Debakel.“

Peg Leg Thunder nickte und machte sich auf zu seinem Platz ans Steuerruder, die Anweisungen meiner kleinen Begleitelfe wurden auch immer kruder, als das Schiff plötzlich auf einen Stand auflief und die Elfe mir überreichte einen kleinen Brief: 

„Hannes, deine Arbeit ist hier nun getan, du hast uns geführt, zum Versteck vom goldenen Schwan. Von hier an brauchen wir dich nicht mehr, stell dich bitte nicht quer!“, fauchte die Elfe, griff zum Säbel und schwang ihn mit Wucht, mir blieb nichts anderes übrig als die Flucht. 

Ich sprang auf unser Schiff, doch als ich die Planken berührte, war da etwas zusätzliches, dass ich spürte. Eine Hand an meiner Schulter rüttelte mich wach, ich richtete mich auf in meinem Bett, zuerst noch sehr schwach. 

„Wo bin ich denn hier, zum Teufel noch eins, und warum habe ich solche Kopfschmerzen?“, fragte ich, und ein Riesen-Stein fiel mir vom Herzen, als ich mich nicht mehr auf See wähnte, und mich in den warmen Decken meines Bettes dehnte. 

Ein Glück, es war alles nur ein Traum, wie des Meeres dichter Schaum …


2 Antworten zu „Zwölfter Dezember – Erwarte stets das Unerwartete”.

  1. .. ui, das reimt sich und was sich reimt, ist gut.

    Sehr gut sogar!

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  2. Avatar von decaffeinatedthoughtfully5ddf98d932
    decaffeinatedthoughtfully5ddf98d932

    was für schöne Reime 🙂

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